Labore kommen wegen Corona-Tests an ihr Limit

Ein Testlabor hat jetzt die Zusammenarbeit mit unserer Stadt nach dem großen Ansturm auf das Diagnosezentrum in Saarn aufgekündigt. Durch die Situation in Mülheim könne es seinen Verpflichtungen in anderen Städten nicht mehr nachkommen, heißt es vom Gesundheitsamt. Die Zahl der täglich verfügbaren Tests in Mülheim sei limitiert.

Ein Arzt hält eine Coronavirus-Abstrichröhre in der Hand.
© Robert Lessmann/Shutterstock.com

Am Montag drängten sich rund 200 Mülheimer vor dem Diagnosezentrum auf dem Saarner Kirmesplatz, um sich testen zu lassen. Teilweise hätten sich tumultartige Szenen abgespielt, weil einige nicht einsehen wollten, dass sie für einen Test eine Überweisung brauchen. Laut Stadt ist es nur mit Sicherheitskräften gelungen, die Situation zu beruhigen. Mittlerweile macht die Stadt sogar mehr Vorgaben, wenn wir auf das Coronavirus getestet werden wollen. Neben einer Überweisung vom Arzt müssen wir auch ausgeprägte Symptome wie Fieber über 38,5 Grad Celsius haben. 

Kritik am Vorgehen der Stadt

Wie die WAZ heute schreibt, sollen vereinzelt Mülheimer von einer ganz anderen Situation vor dem Diagnosezentrum am Montag berichtet haben. Einige Wartende hätten zwar gemeckert, alles in Allem seien aber alle geduldig und friedlich gewesen, wird eine Frau in dem Artikel zitiert. Eine andere sagt laut der WAZ, sie sei erschüttert über das unprofessionelle Vorgehen der Stadt gewesen, zum Beispiel beim Temperaturmessen am Autofenster. Auch sei sie selbst nicht getestet worden, obwohl sie aus einem Risikogebiet zurück gekehrt war und in der Vorwoche Krankheitssymptome hatte.

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