Prozess um Gruppenvergewaltigung startet

Der Fall hatte im Sommer für Entsetzen gesorgt: Fünf Jugendliche sollen bei uns in Mülheim eine 18-Jährige vergewaltigt haben. Zwei der mutmaßlich Beteiligten waren erst zwölf - und damit strafunmündig. Gegen drei damals 14-Jährige beginnt nun der Prozess am Landgericht Duisburg.


© Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services

Alle drei Angeklagten sind bulgarische Staatsbürger. Die Tat soll am späten Abend des 5. Juli 2019 in der Nähe eines Spielplatzes begangen worden sein. Die Staatsanwaltschaft wirft den nun angeklagten Jugendlichen gemeinschaftliche Vergewaltigung vor. Demnach bestellte einer der drei das damals 18 Jahre alte Opfer zu einem Treffpunkt. Von dort aus soll die junge Frau in das Waldstück geführt worden sein, wo die Tat stattgefunden haben soll. Einer der drei Jugendlichen soll die Frau davor schon einmal vergewaltigt haben. Der heute 15-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

Probleme bei der Abschiebung

Die Stadt Mülheim scheiterte mehrfach damit, die Familie des mutmaßlichen Haupttäters nach Bulgarien auszuweisen. Der Jugendliche

nahm nach früheren Angaben der Stadt vor der Tat schon länger an einer Präventivmaßnahme des NRW-Innenministeriums teil. Er habe sich in der Maßnahme «Kurve kriegen» befunden, «um ihn aus dem Strudel einer Intensivtäterschaft herauszuholen», hatte ein Stadtsprecher gesagt. Das Landgericht Duisburg hat bislang zehn Prozesstage angesetzt. Sie finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Am 5. März soll das Urteil gesprochen werden. (Mit Material von dpa)

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