Drei-Stufen-Plan für die Kinderbetreuung

Die Stadt Mülheim will die Kinderbetreuung in der Corona-Zeit schrittweise planen. Dafür hat sie zusammen mit den Trägern der Einrichtungen und dem Stadtelternrat einen Drei-Stufen-Plan entwickelt.

© Alexandra Roth/FUNKE Foto Services

In der ersten Stufe sollen die aktuellen Vorgaben vom Land umgesetzt werden. Mittlerweile können auch Alleinerziehende ihre Kinder wieder betreuen lassen. Vorher ging das nur für Eltern mit einem systemrelevanten Beruf.

In der zweiten Stufe geht es um die Sommerferien. Einige Eltern haben wegen der Corona-Pandemie schon ihren Jahresurlaub aufgebraucht und können ihre Kinder in den Ferien deshalb nicht betreuen. Die Kindergärten werden zusammen mit den Eltern besprechen, wie die Kinder trotzdem betreut werden können.

In der dritten Stufe will die Stadt das neue Kindergartenjahr planen. Das startet am 1. August. Die Kindergärten müssen sich vor allem überlegen, wie sie die Eingewöhnungphase für die "neuen" Kinder gestalten. Außerdem müssen sie sicherstellen, dass Mitarbeiter und Eltern den Abstand einhalten können.


Mund-Nasen-Schutz bei Kindern nicht sinnvoll

Bisher gibt es keine einheitlichen Regelungen vom Land, wie groß die Gruppen sein dürfen. Außerdem ist ein Mund-Nasen-Schutz für Kinder pädagogisch nicht sinnvoll und die Abstände sind kaum einzuhalten, sagt die Stadt. Bei der Planung müsse deshalb immer zwischen Gesundheitsschutz und der Relevanz der Kinderbetreuung abgewogen werden.

Die Stadt möchte außerdem eine Umfrage machen, um besser planen zu können. Sie will herausfinden, wie viele Betreuer zur Verfügung stehen. Im Verhältnis dazu will sie bestimmen, wie viele Kinder in den nächsten Wochen wieder im Kindergarten "aufgenommen" werden können. Ein nächster Beratungstermin mit allen Trägern soll nach Pfingsten stattfinden.

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