Coronavirus und Influenza-Grippe im Vergleich

Husten und Fieber - Anzeichen für die Grippe oder das Coronavirus? Es gibt Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Ein Vergleich.

Ein Test für das Krankheitsbild des 2019-nCoV (Symbolbild).
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Die Weltgesundheitsorganisation WHO nennt wichtige Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Hier geht's zur Quelle.

Gemeinsamkeiten

Erreger werden über Tröpfchen übertragen

Das Coronavirus und die Grippe werden beide vor allem über Tröpfchen übertragen - beim Sprechen, beim Husten oder bei direktem Kontakt. Außerdem verursachen beide Viren eine Erkrankung der Atemwege. Der Verlauf der Krankheit kann ganz unterschiedlich sein. Einige haben wenige bis gar keine Symptome. Bei anderen verläuft die Krankheit schwer und kann sogar tödlich enden.

Vorsichtsmaßnahmen gegen Coronavirus und Grippe:

  • regelmäßig und gründlich die Hände waschen
  • in die Armbeuge husten oder in ein Taschentuch (und das dann direkt wegschmeißen)
  • Abstand zu Infizierten halten

Unterschiede

Inkubationszeit und Ansteckungsrate

Die Grippe hat laut WHO eine kürzere Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und ersten Symptomen). Außerdem wird die Grippe besonders oft nach den ersten drei bis fünf Krankheitstagen übertragen, wo man möglicherweise noch keine Symptome hat. Das Coronavirus kann zwar auch ein bis zwei Tage vor Auftreten erster Symptome übertragen werden. Das spielt nach derzeitigem Erkenntnisstand allerdings keine wirkliche Rolle bei der Weiterverbreitung der Krankheit.

Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Ansteckungsrate. Ein Corona-Infizierter steckt laut WHO zwei bis zweieinhalb weitere Menschen mit der Krankheit an. Das sind mehr, als ein Grippekranker ansteckt. Direkte Vergleiche sind allerdings schwierig, weil es bei beiden Infektionen sehr von der Zeit und der Umgebung abhängig ist, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt.

Kinder weniger vom Coronavirus betroffen als Erwachsene

Kinder sind von den beiden Krankheiten unterschiedlich stark betroffen: Bei der Übertragung der Grippe spielen Kinder laut WHO eine wichtige Rolle. Dagegen zeigen erste Daten, dass Kinder vom Coronavirus weniger betroffen sind als Erwachsene und nur selten Symptome zeigen oder sogar ins Krankenhaus müssen. Untersuchungen aus China legen nahe, dass sich Kinder eher bei Erwachsenen anstecken als umgekehrt.

Mehr schwere Krankheitsverläufe bei Corona

Beim Coronavirus gibt es nach derzeitigen Erkenntnissen mehr schwere bis lebensgefährliche Verläufe als bei der Grippe. Laut WHO müssen 15 Prozent der Infizierten mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt werden und 5 Prozent sogar künstlich beatmet werden. Das ist ein größerer Anteil als bei der Grippe. Beim Großteil der Erkrankten (80 Prozent) verläuft das Coronavirus aber mild oder sogar komplett ohne Symptome.

Über die Sterblichkeit des Coronavirus lassen sich bisher keine verlässlichen Aussagen treffen, weil das Virus erst noch ausführlich untersucht werden muss. Aktuell sterben 3 bis 4 Prozent der Infizierten. Dabei werden allerdings nur die Menschen berücksichtigt, bei denen das Coronavirus auch wirklich festgestellt wurde. Der eigentliche Anteil der tödlichen Krankheitsverläufe ist wahrscheinlich kleiner. Bei der saisonalen Grippe liegt die Sterblichkeit bei unter 0,1 Prozent. Bei beiden Krankheiten haben der Zugang zu und die Qualität der medizinischen Versorgen einen großen Einfluss darauf, ob die Krankheit für den Patienten tödlich enden kann.

Die Risikogruppen unterscheiden sich bei den beiden Krankheiten. Bei der Grippe treten schwere Krankheitsverläufe vor allem bei Kindern. Schwangeren, Älteren und Menschen mit chronischen Krankheiten oder geschwächtem Immunsystem auf. Beim Coronavirus gehören Kinder und Schwangere nach derzeitigem Wissensstand nicht zu den Risikogruppen.

Medikamtente und Impfung gegen die Grippe

Einen großen Unterschied gibt es bei der Möglichkeit der Vorsorge und Behandlung der beiden Krankheiten. Bei der Grippe gibt es schützende Impfungen und zugelassene antivirale Medikamente. Für das Coronavirus gibt es noch keine zugelassenen Impfungen oder Medikamente. Allerdings arbeiten Mediziner aktuell an mehr als 20 Imfpungen gegen das Coronavirus. In China werden Medikamente in klinischen Studien getestet.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zusammengefasst

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