Stadtteilbibliotheken: Erst mal kein Bürgerbegehren

Das Bürgerbegehren zum Erhalt der vier Mülheimer Stadtteilbibliotheken liegt zunächst auf Eis. Die Initiatorinnen des Bürgerbegehrens hatten sich gestern mit der Stadtspitze zu einem Gespräch getroffen und wollen nun gemeinsam mit der Verwaltung nach einer Alternative zur beabsichtigten Schließung der Bibliotheken suchen.

© Martin Möller / Funke Foto Services

Vorstellbar sei es, dass es künftig noch eine feste Kraft pro Stadtteilbibliothek geben könnte, die zeitweise durch Fachkräfte aus dem Medienhaus in der Innenstadt unterstützt würde. Zudem könnten OGS-Kräfte oder Ehrenamtler in den Stadtteilbibliotheken eingesetzt werden. Auch die Öffnungszeiten der Stadtteilbibliotheken könnten angepasst und so Kosten reduziert werden, heißt es von Stadt und den Elternvertretern. Beide Seiten wollen die auf dem Tisch liegenden Vorschläge nun konkreter ausarbeiten. Der Oberbürgermeister wird das Konzept dem Rat der Stadt am 1. Juli vorschlagen. 

Hintergrund:

Der Hauptausschuss hatte am 19. Februar 2021 eine Vielzahl von Einsparbeschlüssen gefasst. Mit einem Einsparvolumen von 200.000 Euro im Jahr 2023 und 400.000 Euro ab dem Jahr 2023 (dann jährlich) wurde die Zusammenführung und Modernisierung der städtischen Bibliotheksdienste im Medienhaus und Prüfung der künftigen Nutzungsmöglichkeiten der Stadtteilbibliotheken beschlossen. Am 17. März zeigten drei Vertreter*innen, die auch in der Stadtschulpflegschaft aktiv sind, der Stadt an, dass sie ein Bürgerbegehren gegen den vorgenannten Beschluss und zum Erhalt der Stadtteilbibliotheken durchführen wollen. Oberbürgermeister Marc Buchholz hatte daraufhin zu einem Gespräch eingeladen, das gemeinsam mit Stadtkämmerer Frank Mendack am 15. April 2021 stattfand.

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