Kommunalwahl 2025 - Peter Beitz, FDP

Sieben Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich der Wahl zum Oberbürgermeister bzw. zur Oberbürgermeisterin. Hier könnt ihr den Kandidaten der FDP kennenlernen.

Oberbürgermeisterkandidat Peter Beitz vor einem grauen Hintergrund
© Peter Beitz

1. Stadtentwicklung & Wohnen

Mülheim braucht eine aktive Stadtentwicklungspolitik, die klare Ziele verfolgt, wirtschaftlich denkt und Chancen ergreift, statt sie verstreichen zu lassen. Zu lange wurden in unserer Stadt zentrale Fragen des Wohnraums, der Innenstadtentwicklung und der Flächennutzung halbherzig oder gar nicht beantwortet. Als Oberbürgermeister will ich das ändern, mit einem Neustart für Mülheim.

Mein Ziel ist es, das Bauen in Mülheim wieder einfacher und schneller zu machen. Wir brauchen endlich digitale und effiziente Genehmigungsverfahren, weniger Bürokratie und eine Verwaltung, die den Bauwilligen mit einer lösungsorientierten Haltung begegnet. Investoren, Genossenschaften, private Eigentümer und Wohnungsbaugesellschaften sollen in Mülheim wieder gern bauen, mit hoher Qualität und unter Rücksicht auf das Stadtbild.

Ich setze mich für mehr Eigentumsförderung ein. Gerade junge Familien sollen sich Wohneigentum in Mülheim leisten können. Gleichzeitig müssen wir aber auch neuen sozialen Wohnraum schaffen, bedarfsgerecht, dezentral und qualitätsvoll. Ich will eine gesunde Mischung in allen Quartieren, mit generationengerechten Angeboten und mehr barrierefreiem Wohnraum.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt für mich auf der Innenstadt: Sie muss wieder ein lebendiger, attraktiver Ort zum Wohnen, Arbeiten und Verweilen werden. Ich setze mich für flexible Nutzungskonzepte ein, etwa die Umwandlung leerstehender Ladenlokale in Wohnungen, Co-Working-Flächen oder Kulturorte. Aufenthaltsqualität, Sicherheit und Sauberkeit stehen dabei im Mittelpunkt.

Mülheim muss mutiger werden: Wir brauchen eine vorausschauende Flächenpolitik, die aktiv entwickelt und in neue Quartiere investiert, mit Schulen, Kitas, Grünflächen und Anbindung. Die Potenziale der Stadtteile wie Broich, Dümpten oder Saarn müssen individuell genutzt und gestärkt werden.

Stadtentwicklung ist kein Verwaltungsakt, sondern ein Zukunftsversprechen. Ich will, dass Mülheim wieder eine Stadt wird, die gestaltet, statt zu verwalten. Die die Menschen mitnimmt, statt sie auszuschließen. Dazu gehört auch echte Bürgerbeteiligung, frühzeitig und transparent. Denn unsere Stadt gehört uns allen und wir sollten gemeinsam daran bauen, dass sie besser wird.

2. Klima & Mobilität

Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Doch ich bin überzeugt: Er gelingt nicht durch Verbote und Bevormundung, sondern durch Fortschritt, Innovation und kluge Anreize. Als FDP-Oberbürgermeisterkandidat setze ich auf technologieoffenen Klimaschutz, der ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich tragfähig und sozial ausgewogen ist.

Mülheim muss klimafreundlicher werden, aber auf realistische Weise. Ich will die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude beschleunigen, bei Neubauten auf Effizienzstandards setzen und mehr Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern installieren. Gleichzeitig möchte ich private Investitionen erleichtern, durch Entbürokratisierung, Beratung und gezielte Förderung. Unser Ziel muss sein: mehr erneuerbare Energie aus der Stadt selbst, weniger Abhängigkeit und eine pragmatische Klimastrategie mit messbaren Fortschritten.

Im Bereich Mobilität gilt für mich: Vielfalt statt Ideologie. Nicht alle Menschen können oder wollen aufs Auto verzichten und sie sollen es auch nicht müssen. Ich lehne künstliche Verdrängung des Individualverkehrs ab. Stattdessen will ich für sinnvolle Alternativen sorgen: zuverlässiger, sauberer und günstiger ÖPNV, sichere Radwege, barrierefreie Fußwege. Ein moderner Straßenraum für alle.

Die Ruhrbahn muss pünktlicher, attraktiver und digitaler werden. Ich setze mich für bessere Takte, saubere Fahrzeuge, WLAN im Bus und vernetzte Ticketsysteme ein. Der Radverkehr braucht ein lückenloses Netz, das Alltagstauglichkeit in den Mittelpunkt stellt, ohne den Verkehrsfluss unnötig zu behindern. Gleichzeitig will ich mehr sichere Schulwege und bessere Beleuchtung auf Fußwegen.

Für den Autoverkehr strebe ich moderne Lösungen an: Quartiersgaragen, smarte Ampelschaltungen, Verkehrsfluss-Optimierung durch digitale Tools. Die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge muss in den Wohnquartieren deutlich ausgebaut werden. Ich will einen flüssigen, sicheren Verkehr für alle und nicht ein künstlich erzeugtes Gegeneinander.

Mülheim kann eine klimabewusste Stadt mit hoher Lebensqualität sein, wenn wir Innovation fördern, statt verhindern, Anreize setzen, statt zu gängeln und Bürgerinnen und Bürger mitnehmen statt ausgrenzen. Ich stehe für eine liberale Umweltpolitik, die auf Eigenverantwortung, Fortschritt und wirtschaftliche Vernunft setzt. So machen wir unsere Stadt nachhaltiger und bleiben zugleich lebenswert, mobil und offen für die Zukunft.

3. Soziales Miteinander & Teilhabe

Eine Stadt lebt vom Miteinander, vom Respekt, der Vielfalt und dem Willen, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Für mich als liberalen Kandidaten steht der Mensch im Mittelpunkt: mit seiner Freiheit, seinen Talenten, aber auch seinen Bedürfnissen. Ich möchte ein Mülheim, das niemanden zurücklässt, aber jedem die Chance gibt, selbst voranzukommen.

Bildung ist die wichtigste Grundlage für Teilhabe und Chancengleichheit. Deshalb will ich Schulen besser ausstatten, digitale Infrastruktur konsequent ausbauen und moderne pädagogische Konzepte unterstützen. Frühkindliche Bildung in Kitas, Sprachförderung und eine echte Ganztagsbetreuung gehören für mich zur Grundversorgung. Wir müssen gerade dort gezielt fördern, wo soziale Startchancen ungleich verteilt sind.

Auch Integration gelingt nur durch Bildung, Arbeit und Sprache, nicht durch Symbolpolitik. Ich setze auf klar definierte Erwartungen, aber auch auf gezielte Unterstützung. Menschen, die bereit sind, sich einzubringen, sollen in Mülheim echte Perspektiven finden.

Unsere Stadt hat eine vielfältige Kulturlandschaft, von etablierten Einrichtungen bis hin zu kleinen Initiativen. Ich sehe Kultur nicht als „freiwillige Leistung“, sondern als Teil öffentlicher Daseinsvorsorge. Theater, Musikschulen, Museen, Jugend- und Soziokultur, sie alle prägen unser Zusammenleben, schaffen Identität und verbinden Menschen. Ich werde mich für stabile Strukturen, bessere Sichtbarkeit und faire Förderung einsetzen.

Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat unserer Stadtgesellschaft. Ich will Hürden abbauen und neue Impulse setzen: durch einfache Förderanträge, Nutzung öffentlicher Räume für Vereine und ein zentrales Ehrenamtsportal. Wer Verantwortung übernimmt, verdient Unterstützung, keine Bürokratie.

Bürgerbeteiligung muss mehr sein als ein „Dialog auf Einladung“. Ich möchte neue Wege der Mitbestimmung schaffen, digital, niedrigschwellig, ernst gemeint. Bürgerinnen und Bürger sollen wissen: Ihre Meinung zählt, ihr Engagement wird gehört.

Ein starkes soziales Miteinander entsteht nicht durch Verbote, sondern durch Vertrauen. Ich will ein Mülheim, das auf Eigeninitiative setzt, aber niemanden allein lässt. Eine Stadt, in der Teilhabe nicht eingefordert werden muss, sondern selbstverständlich ist, in der Bildung, im Ehrenamt, in der Kultur und in der täglichen Begegnung.

Zuletzt: Was motiviert Sie persönlich, Oberbürgermeister dieser Stadt werden zu wollen?

Ich kandidiere, weil ich fest daran glaube, dass Mülheim mehr kann, mehr Mut, mehr Moderne, mehr Zukunft. Unsere Stadt hat enormes Potenzial: Sie liegt im Herzen einer starken Metropolregion, ist grün, urban und voller engagierter Menschen. Doch zu oft erleben wir Frust statt Fortschritt, Bürokratie statt Bewegung, Klein-Klein statt Kurs. Ich will das ändern.

Mich motiviert der Wunsch, Verantwortung zu übernehmen und unsere Stadt mit klarem Kompass zu führen. Ich stehe für eine Politik, die möglich macht statt verhindert, die Freiheit ernst nimmt und auf Eigeninitiative setzt. Als Liberaler glaube ich an den Einzelnen, aber ich weiß auch, wie wichtig gute Rahmenbedingungen sind. Genau die möchte ich schaffen.

Ich bringe Erfahrung aus Wirtschaft, Verwaltung und ehrenamtlichem Engagement mit und vor allem: die Bereitschaft zuzuhören, zu entscheiden und auch unbequeme Themen anzugehen. Oberbürgermeister zu sein bedeutet für mich nicht, es allen recht zu machen, sondern Haltung zu zeigen, Menschen einzubinden und die Stadt voranzubringen.

Ich will, dass sich die Menschen in Mülheim wieder mit ihrer Stadt identifizieren. Dass sie sehen: Es bewegt sich etwas. Dass ihre Anliegen ernst genommen werden. Ich will, dass Mülheim wieder eine Stadt wird, in der man gern lebt, gründet, investiert und sich einbringt. Eine Stadt mit Richtung, mit Tempo und mit Herz. Dafür trete ich an.

skyline