Kommunalwahl 2025 - Nadia Khalaf, SPD
Veröffentlicht: Donnerstag, 28.08.2025 11:32
Sieben Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich der Wahl zum Oberbürgermeister bzw. zur Oberbürgermeisterin. Hier könnt ihr die Kandidatin der SPD kennenlernen.

1. Stadtentwicklung & Wohnen
Mülheim soll wieder Hauptstadt der Familien werden: lebenswert, gerecht und bezahlbar. Ich möchte unsere Stadt so gestalten, dass sie Heimat für alle Generationen ist. Dazu gehört eine Innenstadt, die lebendig, sicher und sauber ist – mit Begegnungsräumen, mehr Grünflächen, Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten und starker Kultur.
Wir wollen 2.000 neue bezahlbare Wohneinheiten bis 2030 schaffen. Dafür setzen wir auf ein gemeinwohlorientiertes Bodenmanagement, stärken die Stadtentwicklungsgesellschaft und fördern faire Konzeptvergaben statt reiner Renditeorientierung. Gleichzeitig bekämpfen wir Problemimmobilien konsequent und sichern Quartiere vor Verfall.
Wir fördern barrierefreie und generationengerechte Wohnformen, unterstützen Mehrgenerationenprojekte und prüfen das „100-Häuser-Programm“ für junge Familien. Schnellere, digitale Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen neuen Wohnraum zügig ermöglichen.
Leerstände wollen wir nutzen oder zurückbauen, um die Lebensqualität zu steigern. Mülheim soll von der Kita bis ins hohe Alter ein Zuhause sein. Als Oberbürgermeisterin mache ich die Innenstadt zur Chefinnensache – damit sie wieder ein Ort wird, an dem wir uns wohlfühlen.
2. Klima & Mobilität
Ich möchte Mülheim zur grünsten Industriestadt NRWs entwickeln. Klimaschutz muss sozialverträglich sein: Niemand darf durch die Transformation überfordert werden. Wir schaffen grüne Inseln, entsiegeln Flächen, fördern Fassaden- und Dachbegrünung und setzen auf mehr Bäume, Trinkwasserbrunnen und Schattenplätze – für ein gesundes Stadtklima.
Wir treiben die Fernwärme-Offensive voran und prüfen den Einsatz von Wasserstoff. Photovoltaik wollen wir ohne unnötige Bürokratie ausbauen, auch an denkmalgeschützten Gebäuden.
Für die Mobilität gilt: sicher, bezahlbar, klimafreundlich. Ich lehne Stilllegungen ab. Stattdessen stärken wir den ÖPNV, bauen Takte aus, schaffen barrierefreie Haltestellen und sichere Radwege. Der Radschnellweg RS1 wird bis Duisburg weitergeführt, mit guten Abfahrten in die Innenstadt.
Wir fördern Quartiersparkhäuser, Car- und Bike-Sharing und gestalten den motorisierten Verkehr verträglicher. Mülheim braucht eine Mobilitätswende, die alle mitnimmt.
Der Verkehr der Zukunft soll verbinden, nicht spalten: Auto, Rad, Bus, Bahn und Fußwege – gemeinsam gedacht, fair umgesetzt. So schaffen wir eine Stadt, die lebenswert und klimafreundlich ist.
3. Soziales Miteinander & Teilhabe
Ich möchte eine Stadt, in der alle dazugehören. Das bedeutet: starke Nachbarschaften, lebendige Stadtteile und gleiche Chancen für alle Kinder. Wir investieren in Kitas, Schulen, OGS und Jugendangebote, bauen neue Kita-Plätze und sichern verlässliche Öffnungszeiten.
Wir wollen mehr Familienzentren, offene Jugendtreffs und Freizeitangebote, die allen zugänglich sind. Begegnungsorte, Kultur, Sport und Bürgerzentren fördern den sozialen Zusammenhalt. Hierbei muss die Barrierefreiheit stets mitgeplant werden.
Kultur ist für mich kein Luxus, sondern ein zentraler Bestandteil einer lebendigen Demokratie. Wir sichern kulturelle Vielfalt und fördern interkulturelles Miteinander. Integration bedeutet für mich: Heimat sichtbar machen und Herkunft respektieren.
Bürgerbeteiligung gehört überall dazu: von Kinder- und Jugendparlamenten über Stadtteilkonferenzen bis hin zu Seniorenbeiräten. Mülheim soll generationengerecht, vielfältig und solidarisch sein. Nur wenn wir alle mitnehmen, schaffen wir Vertrauen und gestalten unsere Stadt gemeinsam.
Zuletzt: Was motiviert Sie persönlich, Oberbürgermeister dieser Stadt werden zu wollen?
Mülheim ist meine Heimat und Herzensstadt. Hier bin ich geboren. Ich lebe hier mit meiner Familie und weiß, wie wichtig es ist, dass Menschen Arbeit, Sicherheit und Perspektiven haben.
Mich motiviert, Mülheim wieder zu einer Stadt zu machen, in der Familien gute Bedingungen finden: sichere Arbeitsplätze, bezahlbaren Wohnraum, verlässliche Kitas und OGS, starke Schulen, Freizeitangebote für junge und ältere Menschen, Pflegeangebote für die Angehörigen und sichere Stadtteile. Ich möchte, dass Familien hier nicht nur wohnen, sondern ihre Heimat finden und bleiben wollen. Vereinbarkeit von Familie und Beruf darf nicht nur eine hohle Phrase auf dem Papier sein.
Ich möchte, dass wir alle wieder stolz auf Mülheim sind – auf unsere Nachbarschaften, unsere Kultur, unsere starke Gemeinschaft. Als Oberbürgermeisterin will ich mit Fleiß, Mut, Herz und Nähe dafür sorgen, dass Mülheim wieder die sympathische Stadt an der Ruhr wird: gerecht, lebendig und zukunftsfest.