Kommunalwahl 2025 - Marc Buchholz, CDU
Veröffentlicht: Donnerstag, 28.08.2025 11:32
Sieben Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich der Wahl zum Oberbürgermeister bzw. zur Oberbürgermeisterin. Hier könnt ihr den Kandidaten der CDU kennenlernen.

1. Stadtentwicklung & Wohnen
2020 bin ich mit dem klaren Bekenntnis angetreten, dass die Natur- und Freiflächen in Mülheim erhalten bleiben. Das Versprechen wurde eingelöst und hat weiterhin Bestand. Auberg, Fulerumer Feld, das Rumbachtal oder die Selbecker Höhen sollen als Freiflächen unsere Stadt auch weiterhin prägen. Die Neugestaltung des Marktplatzes und die Weiterentwicklung der Baufelder 3 und 4 sollen einen positiven Effekt für die Innenstadtentwicklung liefern. Eine Stadtentwicklungsgesellschaft wurde vom Rat beschlossen. Neben den beiden großen Wohnungsgesellschaften MWB und SWB gibt es private Investoren, die moderne Wohngebiete entwickeln wie z.B. das Speldorfer Karree. Aktuell hat die Verwaltung rund 1.000 Baugenehmigungen erteilt. Für Projekte wie die Parkstadt wird der neue Stadtrat, unter Beteiligung der Bürger*innen, mit dem Eigentümer einen neuen Anlauf für die Entwicklung der Fläche machen. Für das Lindgensareal direkt an der Ruhr liegen die Planungen für bis zu 250 neue Wohnungen vor. Ich unterstütze sowohl Projekte des freifinanzierten, wie auch des geförderten Wohnungsbaus in unserer Stadt und lege Wert auf barrierefreies Bauen. Dabei werden in den kommenden Jahren auch Projekte wie das grüne Hochhaus am Hans-Böckler-Platz vom SWB umgesetzt. Allein der SWB wird in den kommenden zehn Jahren rund 240 Millionen Euro investieren, baut 503 Wohnungen neu, z.B. EliQ an der Elisabeth-Selberth-Straße.
Mit dem Ausgleich zwischen Erhalt der o.g. Freiflächen und der Reaktivierung alter Industrieflächen (Bsp. Vallourec, Thyssen-Schulte oder MH-West) entwickeln wir das Zukunftsmodel Mülheim Leben und Arbeiten für die nächsten Generationen.
2. Klima & Mobilität
Ich werde in Abstimmungen mit den Bürgern unserer Stadt die Klimaziele realistischen Zeiten anpassen. Dafür kann der von mir geplante Bürgerrat eine geeignete Grundlage sein, um die Menschen inhaltlich überzeugt mitzunehmen. Ich lehne Photovoltaik auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ab. Es wird zu prüfen sein, wie im Zuge der kommenden umfangreichen Schulerweiterungen und Sanierungen auch Photovoltaik stärker als bisher auf öffentlichen Gebäuden umgesetzt werden kann. Dafür müssen aber unsere Stromnetze entsprechend ausgelegt sein. Ich bin dafür, dass geprüft wird, ob Photovoltaik auf Schulen und Kitas auch für den Betrieb von Klimaanlagen in diesen Gebäuden genutzt werden kann.
Das Thema Mobilität wird in den nächsten Jahren eines der zentralen Themen sein. Dabei stehe ich dafür, dass in Mülheim alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen berücksichtigt werden. Fußgänger, Radfahrer, Nutzer des ÖPNV und auch PKW-Nutzer. Den Ausbau des ÖPNV will ich gerne unterstützen, wenn er finanzierbar ist! Die Diskussion um die Finanzierung des Deutschlandtickets zeigt gerade deutlich, wo die Herausforderungen liegen. Darüber hinaus will ich dafür werben, dass der Beruf der Bus- und Straßenbahnfahrer*innen attraktiv ist und wir genügend Personal für diese vertrauensvolle Arbeit gewinnen.
Neben der Infrastruktur beteiligt sich Mülheim am Projekt Einheitlicher Nahverkehrsplan im Ruhrgebiet. Erstmals wird ein solcher 2027 von allen Kommunen entlang der Ruhr gemeinsam erstellt. Positive, stadtübergreifende Synergien werden erwartet. Klimaneutrale ÖPNV-Verkehrsmittel werden auch in den kommenden fünf Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Ob dabei die ersten Wasserstoffbusse oder doch E-Busse das Rennen machen, werden die aktuellen Ergebnisse im Alltag zeigen.
3. Soziales Miteinander & Teilhabe
Ich werde das zurückgewonnene Vertrauen in das Amt des Oberbürgermeisters weiter stärken und dabei den Menschen in den Mittelpunkt stellen. In den zurückliegenden Jahren habe ich immer nach dem Motto gearbeitet, dass ich mit allen Bürgerinnen und Bürgern spreche, in zahlreichen Bürgersprechstunden, Veranstaltungen wie der öffentlichen Bürgerversammlung zur Unterbringung Geflüchteter. Nicht alle Meinungen muss ich teilen, nicht jeder muss meine Position verstehen. Als Oberbürgermeister will ich aber auch zukünftig genau mit dieser Haltung Ansprechpartner bleiben.
Eine an mich herangetragene Idee will ich in der kommenden Wahlzeit umsetzen und analog zum Jugendforum einen Bürgerrat einberufen. Meine guten Erfahrungen z.B. in der Zusammenarbeit mit dem Elternstadtrat der Grund- und Weiterführendenschulen zeigt mir, dass aus der Stadtgesellschaft heraus Mitwirkung und Meinungsbildung einen positiven Einfluss haben kann.
Für die soziale Teilhabe gibt es in Mülheim ein gut aufgestelltes Netzwerk. Die Politik hat erst kürzlich die Maßnahmen zum gelingenden Aufwachsen in Mülheim beraten. Neben den öffentlichen Angeboten haben wir in Mülheim ein Unterstützungsangebot wohltätiger Stiftungen und zahlreicher ehrenamtlicher Gruppen und Vereine. Beispielhaft und nicht abschließend nenne ich gerne unser Centrum für bürgerschaftliches Engagement, Rolli Rockers e.V. oder den Verein Mentor, in dem sich 120 Mülheimerinnen und Mülheimer als Lesepaten in unserer Stadt engagieren, und nicht zu vergessen unsere zahlreichen Fördervereine in Schulen, Sport- und Kultureinrichtungen. Danke allen, die sich engagieren!
Für den sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt ist es mir wichtig, dass die Menschen einander mit Respekt begegnen. Auch dann, wenn sie vermeintliche Unterschiede trennen. So habe ich z.B. das Bündnis der Religionen 2024 erneuert. Angesichts der weltweiten Entwicklung ist es ein starkes Zeichen, dass in Mülheim die großen Weltreligionen den gemeinsamen Dialog regelmäßig pflegen.
Zuletzt: Was motiviert Sie persönlich, Oberbürgermeister dieser Stadt werden zu wollen?
Ich bin Oberbürgermeister unserer schönen Stadt Mülheim an der Ruhr und habe gemeinsam mit einer motivierten Verwaltung und den engagierten Menschen hier die Krisen der letzten fünf Jahre gemeistert. Corona, Flutkatastrophe, Flüchtlings- und Energiekrise.
Trotz aller Widrigkeiten konnte ich an vielen Stellen erste positive Ergebnisse umsetzen. Einige Beispiele, die mich antreiben: Der Flughafen bleibt auch über 2034 der Stadt erhalten, das Kunstmuseum konnte wiedereröffnet werden, der Biergarten am Wasserbahnhof wird bestens angenommen, eine erste Kunststofflaufbahn für die Leichtathleten wurde gebaut. Im Bau auch ein neues Hallenbad und in Planung ein weiteres links der Ruhr. Aktuell investiert die Stadt 110 Millionen Euro in Schulen. Mülheim hat die geringste Arbeitslosenquote im Ruhrgebiet und in Gesprächen mit Investoren begleite ich die Schaffung neuer zukunftsfähiger Arbeitsplätze.
Ich bin gerne mit den Menschen unserer Stadt im Gespräch.
Auch, weil ich weiß, dass eben noch nicht alles getan ist, dass noch Aufgaben zu erledigen sind. Gemeinsam mit den engagierten Menschen in unserer schönen Stadt möchte ich die nächsten fünf Jahre positiv gestalten. Vielleicht auch unter der Überschrift: Wer Mülheim liebt, redet es nicht schlecht! Mülheim gut machen, nicht schlecht reden!