Kein Chaos, aber Ausfälle und Verspätungen

Der bundesweite Bahnstreik heute im Personenverkehr hat auch im Ruhrgebiet zu zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen geführt. Allerdings blieb für viele Pendler das ganz große Chaos aus. Auch an den Bahnhöfen in Oberhausen und Mülheim konnten sich Pendler mit der neuen Situation arrangieren oder hatten sich im Vorfeld schon darauf eingestellt.

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Züge von Privatunternehmen wie Abellio fahren weiterhin und es gibt einen Notfahrplan der Deutschen Bahn. Der ist gut angelaufen, sagte ein Bahnsprecher. Trotzdem sind insgesamt 10 Linien der DB Regio und 2 S-Bahnverbindungen in NRW ausgefallen. Darunter auch der RE 2 von Düsseldorf über Duisburg nach Essen. Die von Pendlern vielgenutzten S-Bahn-Linien S1 und S6 zwischen dem Ruhrgebiet und dem Rheinland fahren nur eingeschränkt. Der Streik dauert heute und auch morgen noch weiter an. Er wird erst in der Nacht auf Freitag (2 Uhr) beendet.

Keine Einigung am Verhandlungstisch

Hintergrund sind die gescheiterten Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn AG und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Da die Bahn die, von der GDL geforderten, insgesamt 3,2 Prozent mehr Lohn erst zu einem späteren Zeitpunkt als gefordert geben will und eine Corona-Prämie von 600 Euro ablehnt, hatte die GDL erst gestern den Streik angekündigt. Er war Dienstag um 19 Uhr mit ersten Streiks im Güterverkehr gestartet. 

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