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Lokalnachrichten

10.09.2018 08:00    

In der Innenstadt, in Styrum und in Eppinghofen gibt es besonders viele arme Kinder, sagt Sozialwissenschaftler Volker Kersting.

- Foto: ventura - Fotolia

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In der Innenstadt, in Styrum und in Eppinghofen gibt es in Mülheim besonders viele arme Kinder. Das hat Sozialwissenschaftler Volker Kersting rausgefunden. Früher hat er für die Stadt geforscht. Jetzt macht er das an der Ruhr-Uni Bochum. Seine Ergebnisse hat er Samstag der SPD in der Stadthalle vorgestellt.

Fast jedes dritte Kind in Mülheim gilt als arm. Das sind bei uns rund 9.000 unter 15 Jahren, sagt Kersting. Sie alle leben von Hartz IV. Nicht mitgezählt sind Kinder in Familien, die sich nur mit Asyl-Leistungen über Wasser halten oder solche, denen zwar Geld zustehen würde, die es aber nicht in Anspruch nehmen. Dann wäre die Zahl der Betroffenen noch deutlich höher. Wenn wir jetzt nichts unternehmen, sind die armen Kinder von heute die Arbeitslosen von morgen und die Schulden Mülheims von übermorgen, warnt Kersting. Er appelliert deswegen an Stadt und Politik, die Probleme anzugehen und vor allem öffentlich darüber zu diskutieren.

 



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