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Ruhrgüte-Bericht: Trockene Sommer zeigen Grenzen auf
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Ruhrgüte-Bericht: Trockene Sommer zeigen Grenzen auf

Ruhrverband und AWWR haben am 30. September in Mülheim den 53. Ruhrgüte-Bericht vorgestellt – mit einer klaren Botschaft: Der Klimawandel stellt die Wasserwirtschaft im Ruhrgebiet zunehmend vor Herausforderungen. Trotzdem war die Trinkwasserversorgung für rund 4,6 Millionen Menschen auch 2025 und 2026 jederzeit gesichert.

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Der Juli 2026 war mit nur 23 Millimetern Niederschlag der trockenste seit 100 Jahren, die Talsperren mussten zeitweise 13-mal mehr Wasser abgeben, als ihnen zufloss. Möglich wurde die stabile Versorgung trotzdem durch die Novelle des Ruhrverbandsgesetzes im vergangenen Jahr, die ein flexibleres Talsperren-Management erlaubt – NRW-Umweltminister Oliver Krischer wertet das bereits im ersten Jahr als klaren Erfolg. Auch bei der Wasserqualität gibt es positive Signale: Neue Pulveraktivkohle-Anlagen auf zwei Kläranlagen filtern inzwischen deutlich mehr Arzneimittelrückstände wie Diclofenac aus dem Abwasser heraus. Ruhrverbands-Chef Christoph Donner fordert dennoch, stärker an der Quelle anzusetzen: Hersteller sollten sich stärker an den Kosten der Abwasserreinigung beteiligen – eine entsprechende EU-Regelung steht derzeit allerdings auf der Kippe. Auch beim Schutz der Wasserversorgung vor Cyberangriffen und Sabotage sehen Ruhrverband und AWWR (Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr) noch Nachholbedarf bei klaren gesetzlichen Regelungen.

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