
In der Raumordnungsregion Duisburg/Essen – zu der auch Mülheim zählt – gelten 20,8 Prozent der Menschen als armutsgefährdet. Das ist der zweithöchste Wert in NRW, nur die Region Dortmund liegt mit 20,9 Prozent knapp darüber. Als armutsgefährdet gilt, wer als Einzelperson weniger als 1.317 Euro netto im Monat zur Verfügung hat. Besonders hart trifft es Kinder und Jugendliche: Fast jedes vierte Kind unter 18 Jahren in NRW lebt in einem einkommensarmen Haushalt – landesweit sind das rund eine Million Minderjährige. Auch der Bildungsabschluss macht einen großen Unterschied: Wer keinen höheren Schulabschluss hat, ist mit 42 Prozent Armutsrisiko mehr als fünfmal so stark gefährdet wie Menschen mit Studium oder Abitur. Immerhin: Landesweit ist die Quote leicht gesunken – von 18,1 auf 17,8 Prozent. Im Ruhrgebiet bleibt die Lage aber nach wie vor deutlich angespannter als im Rest von NRW.