Nachspiel zur Demo am Dienstag

Ein Vorfall am Rande der Demo gegen die AfD-Veranstaltung in der Stadthalle wird die Polizei noch etwas beschäftigen. Im Bericht zur Demo steht, dass ein Mann aus seinem Auto gezogen worden und sein Fahrzeug beschädigt worden sei, als er auf den Parkplatz an der Bergstraße fahren wollte. Teilnehmer der Demo haben gegenüber Radio Mülheim den Vorfall aber ganz anders geschildert. Demnach sei der Fahrer selbst ausgestiegen und nach einem Wortgefecht wieder eingestiegen. Anschließend sei er mit seinem SUV in die Gruppe der Demonstranten gefahren.

© Radio Mülheim

Dabei sei mindestens ein Teilnehmer so schwer verletzt worden, dass er jetzt krank geschrieben ist. Ein Polizeisprecher sagte uns, es sei den Demonstranten vor Ort angeboten worden, sich ärztlich behandeln zu lassen. Das sei vehement verneint worden. Die Beamten wollen jetzt alle Aussagen noch einmal prüfen, um herauszufinden, was wirklich bei der Sitzblockade passiert ist.

Wirbel um angebliche Pressevertreter

Demo-Teilnehmer bezweifelten gegenüber Radio Mülheim außerdem, dass es sich bei dem Reporterteam vor Ort (es wird im Polizeibericht erwähnt, dass es weitere Übergriffe gegen den Autofahrer verhindert hätte) tatsächlich um Journalisten gehandelt habe. Sie hätten sich zunächst als Einsatzkräfte ausgegeben und später eine Kamera ausgepackt und damit gefilmt. Ein Polizeisprecher sagte uns, dass die Männer tatsächlich persönlich bekannte Reporter seien. Die Aufnahmen sollen jetzt ausgewertet werden.

Deutlich mehr Demo-Teilnehmer als gedacht

Die Demo-Teilnehmer versammeln sich am Forum© Radio Mülheim
Die Demo-Teilnehmer versammeln sich am Forum
© Radio Mülheim

Bei der Demo am Dienstag hatte sich der Protestzug zunächst vorm Forum versammelt und war dann Richtung Stadthalle gezogen. Insgesamt gesehen war es laut Polizei friedlich. Da statt der erwarteten rund 1.000 Teilnehmer aber deutlich mehr kamen, musste der Bereich rund um die Stadthalle umfangreicher abgesperrt werden, als geplant.

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