
Auslöser war eine Debatte über den "Bauturbo". Mit dem Bundesgesetz soll Wohnungsbau schneller gehen, auch auf Flächen am Stadtrand außerhalb bebauter Gebiete. Im Beirat ging es um die Frage, ob die Lokalpolitik das einschränken soll. Die WAZ berichtete darüber am 9.10.
Der MWB-Chef lehnt eine Blockade ab. Mülheim braucht seiner Aussage nach in den kommenden Jahren tausende neue Wohnungen. Laut Wohnraumbedarfsanalyse reiche es nicht, nur Lücken zu schließen oder Häuser aufzustocken. Außerdem könne die Stadtpolitik Bundesgesetze nicht ändern, sagt er. Den Vorwurf der Interessenvermischung weist er zurück. Er sitze für den Sportbund im Beirat, sei aber Immobilienkaufmann und melde sich bei Fachthemen zu Wort.
Eine Vertreterin der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt hatte laut WAZ gefordert, im Beirat die Haltung des Naturschutzes zu vertreten. Der MWB-Chef wünscht sich dagegen eine offene Abwägung, bei der der Naturschutz nicht automatisch an erster Stelle steht.