
Mülheim: „Werden alle Register ziehen" gegen CO₂-Pipeline
Bei einer Informationsveranstaltung in der Gesamtschule Saarn hat Oberbürgermeister Marc Buchholz klar Stellung bezogen: Sollte die geplante CO₂-Pipeline durch den Mülheimer Wald genehmigt werden, will die Stadt mit allen rechtlichen Mitteln dagegen vorgehen. Rund 120 Bürgerinnen und Bürger waren zu der Veranstaltung gekommen.
Veröffentlicht:
Im Zentrum stand die rund 200 Kilometer lange geplante Pipeline des Unternehmens Open Grid Europe, die klimaschädliches CO₂ von NRW zu Lagerstätten in der Nordsee transportieren soll. Die Stadtverwaltung stellte die beiden von OGE favorisierten Trassenverläufe vor – beide würden durch ökologisch wertvolle Mülheimer Gebiete führen und einen 28,5 Meter breiten Arbeitsstreifen roden erfordern, dessen Verlust durch Neupflanzungen nicht auszugleichen wäre. Die Bürgerinnen und Bürger brachten vor allem Fragen zu den betroffenen Gebieten, den Umweltauswirkungen und ihren eigenen Einflussmöglichkeiten ein. Wer sich noch beteiligen möchte: Bis zum 26. Oktober können Stellungnahmen über das Beteiligungsportal NRW eingereicht werden. Die Stadt selbst plant die Pipeline nicht, prüft die Pläne aber im Rahmen einer Raumverträglichkeitsprüfung aus eigener fachlicher Sicht.