
2022 waren für dieses Budget in Mülheim noch rund 139 Quadratmeter drin – heute sind es nur noch 119 Quadratmeter. Das entspricht einem Rückgang von 14,4 Prozent – oder anders gesagt: einem ganzen Zimmer weniger für dasselbe Geld. Damit steht Mülheim nicht allein: In 60 der 80 untersuchten deutschen Großstädte ist die leistbare Wohnfläche um mindestens zehn Prozent geschrumpft, so immowelt. Im Ruhrgebiet sind die Verluste besonders groß – in Gelsenkirchen etwa sind es sogar 29 Quadratmeter weniger. Schuld daran sind laut der Analyse vor allem gestiegene Baukosten, die Zinswende ab 2022 sowie ein Überlauf-Effekt: Wer sich Düsseldorf oder Köln nicht mehr leisten kann, weicht in Ruhrgebietsstädte aus – und treibt dort die Preise hoch. 1.000 Euro Kaltmiete bedeuten dabei schon fast ein Drittel des durchschnittlichen deutschen Haushaltsnetto-Einkommens – ohne Heizung und Nebenkosten.