
Mülheim: UPDATE zu Hackerangriff auf Stadtverwaltung
Die Mülheimer Stadtverwaltung ist anscheinend Ziel eines Hackerangriffs geworden. Das wurde am Donnerstagabend (16.07.) im Stadtrat öffentlich, berichtet heute die WAZ.
Veröffentlicht: Freitag, 17.07.2026 10:43
Betroffen war offenbar das Ratsinformationssystem Allris, über das Politiker und Bürgerinnen und Bürger aktuelle Stadtrats-Vorhaben einsehen können. Das System fiel demnach für rund eine halbe Stunde aus. Die IT-Experten der Stadtverwaltung hätten schnell reagiert und die Gefahr noch am selben Nachmittag gebannt, so der zuständige Dezernent. Ob und welche Daten abgeflossen sind, ist nach aktuellem Stand unklar. Eine Anfrage von Radio Mülheim bei der Stadt läuft.
Stadt reagiert mit Stellungnahme (Wortlaut)
Am Abend des 14. Juli 2026 wurde bekannt, dass Angreifer weltweit eine Sicherheitslücke in einer weit verbreiteten Software für Fernzugriffe ausnutzen. Auch die Stadtverwaltung Mülheim setzt diese Software ein — für die Arbeit im Homeoffice und für die Fernwartung von IT-Systemen. Wir haben sofort gehandelt. Der Zugang zur betroffenen Software wurde umgehend gesperrt, das System wurde überprüft und neu aufgesetzt und die Sicherheitslücken wurden geschlossen. Zudem wurden, wie vom Hersteller empfohlen, die lokalen Kennwörter vorsorglich geändert. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu betonen, dass keine Daten abgeflossen sind. Auf dem betroffenen System werden keine Bürgerinnen- oder Bürger- oder Mitarbeitendendaten gespeichert. Auch auf andere Systeme der Stadtverwaltung Mülheim wurde nicht zugegriffen — das haben die ausgewerteten Protokolldaten eindeutig bestätigt. Es war ausschließlich die Fernzugriffslösung betroffen. Alle anderen Systeme liefen und laufen weiterhin normal. Der zufällig zum selben Zeitpunkt eingetretene Ausfall des Ratsinformationssystems Allris hatte nichts mit diesem Vorfall zu tun. Es handelte sich hierbei um eine von dem Sicherheitsvorfall völlig isolierte, rein technische Ursache. Das betroffene System wird derzeit besonders sorgfältig überwacht. Weitere technische Maßnahmen werden nach vollständiger Aufarbeitung des Vorfalls geprüft und umgesetzt.