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Mülheim meldet Rekordregen – trotzdem weiter zu trocken
© Michael Gohl / FUNKE Foto Services
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Mülheim meldet Rekordregen – trotzdem weiter zu trocken

Trotz eines Rekord-Regengusses in Mülheim war der September bereits der vierte Monat in Folge, in dem es in der Emscher-Lippe-Region zu wenig regnete. Das zeigen aktuelle Auswertungen von Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV).

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Ausgerechnet die Messstation am Regenüberlaufbecken am Frohnhauser Weg in Mülheim verzeichnete mit 75,2 Millimetern die höchste Septembersumme im gesamten Verbandsgebiet – und am 16. September mit 19,3 Millimetern sogar den höchsten Tageswert. Trotzdem lag der Gebietsdurchschnitt insgesamt deutlich unter dem langjährigen Mittel: Im Emscher-Gebiet fielen durchschnittlich nur 48,8 statt der üblichen 66 Millimeter, im Lippe-Gebiet sogar nur 40,4 statt 64 Millimeter. Im letzten Septemberdrittel blieb es sogar neun Tage am Stück komplett trocken.

Diese Kombination aus einzelnen Starkregenereignissen und insgesamt zu wenig Niederschlag sei problematisch, so der EGLV: Ausgetrocknete Böden können bei Starkregen kein Wasser mehr aufnehmen, was die Überflutungsgefahr erhöht, während niedrige Wasserstände in Flüssen den Sauerstoffgehalt senken und damit Lebewesen im Wasser gefährden können. Der Verband sieht darin ein weiteres Argument für das sogenannte Schwammstadt-Prinzip, bei dem Regenwasser vor Ort versickern oder in Gewässer abfließen kann, statt in der Kanalisation zu landen – entsprechende Projekte laufen bereits unter dem Dach der Zukunftsinitiative Klima.Werk.

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