Mülheim an der Ruhr: Wilderer stehlen verunfalltes Reh und leisten Widerstand

45470 MH.-Menden-Holthausen: Am Samstagabend (19. November) gegen 19 Uhr meldete eine 57-Jährige einen Verkehrsunfall zwischen ihrem SUV und einem Reh. Noch bevor die Polizisten den Unfallort erreichten, erschienen zwei vermeintliche Jäger, die das verletzte Wildtier in einen dunklen Mercedes Vito luden. Vorher boten sie der Zeugin noch an, ein Foto von dem Kennzeichen zu machen. Als der tatsächliche Jäger eintraf, waren die falschen Jäger sowie das Reh bereits nicht mehr am Unfallort. Die ebenfalls eingetroffenen Streifenbeamten sichteten das Foto der Zeugin und fuhren zu der ermittelten Adresse der mutmaßlichen Tatverdächtigen, einem Gutshof an der Mintarder Straße.

Mit dem Foto konnte dort ein 25-jähriger Deutscher aus Mülheim als Täter identifiziert und auf dem Hof angetroffen werden. Dieser gab nach einer Konfrontation mit der Situation zu, das Reh im Wald entsorgt zu haben. Entgegen dieser Aussage entdeckten die Polizisten einige Reste des nun toten Tieres auf dem Vorhof, direkt neben der Eingangstür. Daraufhin wurde durch die zuständige Richterin ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung erlassen. Weil der 25-Jährige sich unkooperativ zeigte und den Zugang zur Wohnung verwehrte, wurden unter anderem ein Diensthundeführer sowie Kräfte der Einsatzhundertschaft hinzugezogen. Zu Beginn der Durchsuchung leistete der 25-jährige mutmaßliche Wilderer zusammen mit seinem ebenfalls vor Ort anwesenden Bruder (22 Jahre, Deutscher aus Oberhausen) Widerstand. Die folgende Durchsuchung ergab keine Hinweise auf den Verbleib des weiteren Kadavers. Die aufgefundenen Tierteile wurden dem zuständigen Jäger übergeben.

Gegen die 25-jährigen und 22-jährigen Brüder wird nun aufgrund der Jagdwilderei sowie des Widerstands gegen die Polizisten ermittelt. /RB

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