
45468 MH.-Altstadt: Mittwochnachmittag (14. Oktober) riefen Betrüger bei einer Seniorin aus Mülheim an und brachten sie durch eine Legende um ihren Schmuck. Die Polizei sucht Zeugen und warnt erneut vor Schockanrufen.
Kurz nach 15 Uhr erhielt die 83-jährige Mülheimerin einen unterdrückten Anruf. Am Telefon meldete sich ein vermeintlicher Arzt eines Klinikums in Essen. Dieser teilte mit, dass die Tochter der Seniorin eine Krebserkrankung im Endstadium habe, es jedoch eine vielversprechende, allerdings kostspielige, Behandlungsmethode gäbe. Dazu benötige man nun Sachwerte oder Bargeld. Man sicherte eine Abholung zu.
Um ca. 16 Uhr erschien eine Frau am Haus in der Oberstraße und holte den bereitgelegten Schmuck der 83-Jährigen ab. Die Abholerin wird von der Seniorin als ca. 1,50-1,60m groß beschrieben, etwa 30 Jahre alt sowie mit langen, schwarzen Haaren. Zudem habe die Frau südosteuropäisch ausgesehen und eine normale Statur. Sie trug eine blaue Jeans, einen hellen Pullover mit blauen Streifen sowie eine schwarze Henkeltasche. Der Seniorin fiel der Betrug auf, nachdem sie mit ihrer Tochter telefonierte.
Die Polizei sucht Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können. Diese richten Sie bitte telefonisch an 0201/829-0 oder per Mail an hinweise.essen@polizei.nrw.de.
Immer wieder schaffen es Betrüger, insbesondere lebensältere Menschen um ihre Wertgegenstände und/oder Erspartes zu bringen. Dazu lassen sie sich perfide Maschen einfallen. Damit Sie nicht Opfer eines Betruges werden, gibt Ihnen die Polizei wichtige Präventionstipps an die Hand: - Seien Sie misstrauisch, wenn Unbekannte Sie anrufen oder vor Ihrer Haustüre stehen. Geben Sie auf gar keinen Fall Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
- Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Meldet sich ein vermeintlicher Angehöriger aus einer Notsituation: Legen Sie auf und rufen sie/ihn unter einer bekannten Nummer selber nochmal an und lassen sich den Sachverhalt bestätigen. - Übergeben Sie NIEMALS Geld, Bankkarten oder Wertsachen an unbekannte Personen!
- Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei. Erstatten Sie Anzeige!
Helfen Sie mit, diesen Betrügern das Leben so schwer wie möglich zu machen. Klären Sie Verwandte, Bekannte oder andere ältere Menschen, die Ihnen nahestehen, über Kriminalitätsformen auf und geben Ihnen Verhaltenshinweise an die Hand. Einen Flyer mit den wichtigsten Hinweisen, den Sie ausdrucken und als "Erinnerung" in Telefonnähe aufbewahren können, finden Sie hier: https://essen.polizei.nrw/sites/default/files/2025-05/flyer-sam-delikte-ld_v2.pdf
Folgende Broschüren fassen alle wichtigen Informationen zusammen: https://essen.polizei.nrw/broschuere-saem https://polizei.nrw/sites/default/files/2020-04/228-BR-Im-Alter-sicher-leben%20%28003%29.pdf https://polizei.nrw/sites/default/files/2020-04/229-BR-Gut-beraten-im-hohen-Alter%20%28002%29.pdf /aro
Rückfragen bitte an:
Polizei Essen/ Mülheim an der Ruhr Pressestelle Telefon: 0201-829 1065 (außerhalb der Bürodienstzeit 0201-829 7230) Fax: 0201-829 1069 E-Mail: pressestelle.essen@polizei.nrw.de
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