
Für 56 weitere Filialen ist die Zukunft noch unklar, die Verhandlungen laufen. Immerhin 69 Standorte sollen definitiv erhalten bleiben. Für die 19 Filialen ohne wirtschaftliche Perspektive – darunter Standorte in Essen, Bochum, Duisburg und Wuppertal – beginnt nun der Räumungsverkauf. Betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern muss nach der für Anfang Oktober erwarteten Eröffnung des Insolvenzverfahrens gekündigt werden, so das Unternehmen. Kodi hatte im Juli einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt – das bedeutet, die bisherige Geschäftsführung bleibt im Amt und leitet die Sanierung selbst. Es ist bereits die zweite Krise binnen kurzer Zeit: Schon 2024 hatte Kodi ein Sanierungsverfahren durchlaufen, bei dem rund 90 Filialen und mehr als 500 Stellen wegfielen. Der Einzelhandel insgesamt kämpft aktuell mit einer Insolvenzwelle: Laut Kreditversicherer Allianz Trade meldeten zwischen Juni 2025 und Mai 2026 rund 2.600 Einzelhändler in Deutschland Insolvenz an – ein Zehnjahreshoch.