Anzeige
KI macht Richtern viel Arbeit
© Tanja Pickartz/ FFS FUNKE Foto Services
Teilen:

KI macht Richtern viel Arbeit

Das für Mülheim zuständige Sozialgericht in Duisburg hat immer mehr zu tun. Die Zahl der Verfahren ist weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr sind dort 10.850 neue Verfahren eingegangen - das waren 1280 mehr als im Jahr davor. Besonders stark stieg die Zahl der Eilanträge. Hier gab es ein Plus von gut 53 Prozent.

Veröffentlicht: Donnerstag, 07.05.2026 06:12

Anzeige

Eilanträge werden gestellt, wenn Menschen schnell eine Entscheidung brauchen, etwa bei Streit um Bürgergeld oder Sozialhilfe. Neben Mülheim kümmert sich das Duisburger Gericht auch um Verfahren aus Duisburg, Essen, Oberhausen sowie den Kreisen Kleve und Wesel. 

Anzeige

Künstliche Intelligenz statt Arbeit

Anzeige

Vor allem Künstliche Intelligenz stellt das Gericht vor große Herausforderungen. Laut Gericht werden immer häufiger frei verfügbare KI-Programme genutzt, um Schreiben an das Gericht zu formulieren. Diese Texte machen dem Gericht die Arbeit jedoch schwer. Viele Schreiben sind sehr lang und enthalten teils frei erfundene Urteile oder falsche Rechtsgrundlagen. Das kostet viel Zeit, weil Richter die Inhalte erst genau prüfen und sortieren müssen. Gleichzeitig ist die Zahl der Richter am Sozialgericht im vergangenen Jahr um drei auf 41 gesunken. Das hat die Arbeitsbelastung zusätzlich erhöht.

Anzeige
Anzeige
Anzeige