
Großrazzia gegen „Hells Angels" auch in Mülheim
Bei einer der größten Razzien gegen die „Hells Angels", die es je gab, wurde am Mittwoch auch in Mülheim durchsucht. Mehr als 1.000 Einsatzkräfte stürmten bundesweit sowie in Belgien, den Niederlanden und Bulgarien rund 100 Objekte – neben Mülheim waren in NRW auch Duisburg, Oberhausen und Moers betroffen.
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Im Zentrum der Ermittlungen steht ein mutmaßliches Geldwäsche-System: Den 71 Beschuldigten wird unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung, räuberische Erpressung, banden- und gewerbsmäßiger Betrug sowie gewerbsmäßige Geldwäsche vorgeworfen. Die Ermittler wollen Vermögenswerte in Höhe von 48,6 Millionen Euro beschlagnahmen, 14 Personen wurden mit Haftbefehlen festgenommen. Entscheidenden Anteil an den Ermittlungen hatte laut Behörden das erst 2025 gegründete NRW-Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität, das 1.200 Steuerfahnder aus dem ganzen Land bündelt. Innenminister Herbert Reul (CDU) bezeichnete die Aktion als größten Schlag gegen die Organisierte Kriminalität seit mehreren Jahren und kündigte an: Man werde weiter gegen die Finanzstrukturen der Rockerkriminalität vorgehen. In NRW sind die „Hells Angels" mit 29 lokalen Ablegern und 469 Mitgliedern der größte Rockerclub des Landes.