
45127 E.-Stadtkern/45128 E.-Südviertel/45329 E.-Karnap/45359 E.-Frintrop: Am vergangenen Wochenende kam es in Essen verstärkt zu Angriffen auf Rettungskräfte, Mitarbeiter des Ordnungsamtes und Polizeibeamte.
Am späten Freitagnachmittag (17. April, gegen 17.45 Uhr) befanden sich Mitarbeiter des Ordnungsamtes und Polizeibeamte auf gemeinsamer Streife am Pferdemarkt/Viehofer Platz. Als sie auf einen Mann trafen, der auf einem Kinderspielplatz Bier trank und rauchte, baten sie ihn, das zu unterlassen. Ein 40-jähriger Mann (deutsch) trat unvermittelt heran und beschimpfte die Einsatzkräfte laut, sie sollten lieber gegen die illegalen Müllhalden in seinem Wohnviertel vorgehen. Weil der Mann uneinsichtig war und die Maßnahmen störte, wurde er gebeten, die Örtlichkeit zu verlassen. Stattdessen rief der Mann laut "Nazi" in Richtung des Beamten, woraufhin er diesem seine Personalien geben sollte. Der 40-Jährige lief weg, stolperte und fiel. Weil er aufgebracht war und wegrennen wollte, fesselten ihn die Einsatzkräfte schließlich für kurze Zeit, bis er sich beruhigt hatte. Nachdem seine Personalien aufgenommen waren und man ihm den Hinweis gegeben hatte, dass er Vermüllungen über die "Mängelmelder App" melden könnte, konnte der Mann gehen.
Am Samstag (18. April, gegen 14:45 Uhr) trafen zwei Mitarbeiter des Ordnungsdienstes an der Gutenbergstraße auf eine Person, die hinter einer Mülltonne lag und einen hilflosen Eindruck erweckte. Als die Kräfte versuchten, den 30-jährigen Mann (deutsch) wachzurütteln, wurde dieser aggressiv. Er beschimpfte die beiden Ordnungsdienstmitarbeiter derbe und ging bedrohlich auf sie zu, so dass diese schließlich Reizgas einsetzten und die Polizei um Unterstützung baten. Die Beamten wollten den 40-Jährigen zunächst ins Gewahrsam bringen. Da er sich jedoch offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befand, wurde er ins Krankenhaus gebracht.
Gestern Morgen (19. April, gegen 7 Uhr) wurde die Polizei zur Leostraße gerufen. Die Besatzung eines Rettungswagens versorgte dort eine 49-jährige Frau. Zwei weibliche Angehörige der Frau (51 und 73/deutsch-polnisch) wollten offenbar in die betroffene Wohnung. Ein Sanitäter konnte dies nur mit körperlichem Nachdruck verhindern. Erst als die eingetroffenen Polizeibeamten einen Platzverweis für die Frauen aussprachen, verließen diese die Örtlichkeit.
In der Nacht zum heutigen Montag (20. April, gegen 0:40 Uhr) war die Besatzung eines Rettungswagens an der Straße Mariengarten, um eine 17-Jährige (deutsch) zu versorgen. Die Jugendliche trat während der Behandlung gegen den Kiefer eines Sanitäters. Dieser wurde dabei verletzt und musste ins Krankenhaus.
In dem Zusammenhang möchten wir daran erinnern, dass Rettungs- und Ordnungskräfte während ihres Dienstes oft bis an ihre Grenzen gehen und teilweise ihre eigene Unversehrtheit für die Sicherheit, Gesundheit und das Leben aller Bürgerinnen und Bürger riskieren. Dafür verdienen sie Wertschätzung, Respekt und Anerkennung. Aggression, Beleidigungen und Gewalt gegen Einsatzkräfte sind vollkommen inakzeptabel./SyC
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