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Ehemaliges Mülheimer Unternehmen: Tengelmann-Chef angeklagt
© Fabian Strauch / FUNKE FotoServices
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Ehemaliges Mülheimer Unternehmen: Tengelmann-Chef angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Köln hat Anklage gegen den Chef des Tengelmann-Konzerns erhoben – jenes Unternehmens, das im 19. Jahrhundert in Mülheim gegründet wurde. Im Mittelpunkt steht das mysteriöse Verschwinden seines Bruders in den Schweizer Alpen.

Veröffentlicht: Dienstag, 19.05.2026 08:08

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Christian Haub soll 2021 im Verfahren zur Todeserklärung seines Bruders Karl-Erivan Haub eine falsche eidesstattliche Erklärung abgegeben haben, so die Staatsanwaltschaft Köln. Der Vorwurf: Ihm hätten Hinweise vorgelegen, dass sein Bruder möglicherweise noch lebt – das habe er verschwiegen.


Karl-Erivan Haub, einer der reichsten Deutschen, war im April 2018 in Zermatt zu einer Skitour aufgebrochen und nicht zurückgekehrt – 2021 wurde er für tot erklärt. Nach dem Verschwinden übernahm Christian Haub die alleinige Führung des milliardenschweren Konzerns, zu dem unter anderem der Textil-Discounter KiK und die Baumarktkette OBI gehören.


Tengelmann war ursprünglich in Mülheim beheimatet und wurde 2019 aufgelöst und in veränderter Form nach Köln verlagert. Das Landgericht Köln prüft nun, ob die Anklage zum Hauptverfahren zugelassen wird – einen Zeitplan nannte das Gericht bislang nicht.

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