
Duisburg: Spatenstich für neue Berliner Brücke
Mit einem symbolischen Spatenstich fällt am Montag (4.5.) in Duisburg der Startschuss für den Neubau der Berliner Brücke auf der A59. Das 1,8 Kilometer lange Bauwerk über Ruhr, Bahngleise und Hafenbecken ist marode – und der Streit ums Wie ist längst nicht beigelegt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.04.2026 07:56
Seit Oktober 2024 ist die Brücke für schwere Lkw gesperrt, weil erhebliche Mängel an der Tragfähigkeit festgestellt wurden. Ohne eine neue Brücke wäre der Anschluss des weltgrößten Binnenhafens an das Fernstraßennetz gefährdet – die Autobahn GmbH spricht von einer möglichen „Katastrophe" für Industrie und Logistik. Der Neubau der Brücke ist dabei erst der Auftakt für ein noch größeres Projekt: Die A59 soll auf 6,7 Kilometern saniert und auf sechs Spuren ausgebaut werden. Dagegen wehrt sich die Stadt Duisburg mit Händen und Füßen: Sie fordert einen Tunnel statt einer neuen Hochstraße und droht mit einer Klage. Die Autobahn GmbH hält dagegen: Ein Tunnel würde 2,3 Milliarden Euro mehr kosten und die Bauzeit von 6,5 auf 12 Jahre verdoppeln. Zum Spatenstich ist heute auch eine Protestaktion geplant – Anwohner aus Duisburg-Meiderich wollen ihrem Unmut lautstark Luft machen. Zeitdruck ist trotzdem da: Die alte Brücke soll nur noch bis 2029 halten.