Corona-Schutzkleidung fehlt - Stadt spannt Profis zum Nähen ein

Die Stadt Mülheim und das Theater an der Ruhr wollen gemeinsame Sache machen beim Nähen von Atemschutzmasken und Schutzkitteln. Diese werden dringend benötigt. Am Geld soll es nicht scheitern, versichert die Stadt.

© Cove & Co.

Im Moment werde noch geprüft, welche Stoffe sich besonders gut zur Abwehr von Viren eignen, heißt es. Auf das Level medizinischer Mundschutze komme man dennoch nicht. Aber die selbstgenähten Masken sollen waschbar und mehrfach verwendbar sein. Auch für Schutzkittel gibt es bereits ein Schnittmuster. Noch ist unklar, wie viele Kittel und Masken gebraucht werden. Die Stadt versucht gerade, das abzuschätzen.


Mit Kämmerer abgeklärt

Material- und Sachkosten will die Stadt übernehmen. Geld soll dabei eine untergeordnete Rolle spielen. Das sei mit dem Kämmerer abgesprochen.

Neben dem Theater an der Ruhr hat sich auch schon eine Mülheimer Firma bereit erklärt, beim Nähen zu helfen - ohne Bezahlung. Hinzu kommen die vielen ehrenamtlichen Helfer in Mülheim.

Schutzmasken für Abiturprüfungen

Unter anderem die Abiturienten sollen von der Näh-Aktion profitieren. Sie alle sollen eine Schutzmaske bekommen, die sie bei den Prüfungen im Mai tragen können, sagt die Stadt.

Klar ist trotzdem: Die selbstgenähten Masken und Schutzkittel sind nur eine Notlösung und ersetzen nicht die Profi-Ausrüstung im medizinischen Bereich. Man warte darauf, dass endlich die Lieferungen vom Land NRW ankommen, heißt es von der Stadt.

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