
Von November bis Dezember waren Waffen und gefährliche Gegenstände per Verfügung an 15 Hauptbahnhöfen verboten, unter anderem in Essen und Duisburg, berichtet die Bundespolizei. Bei den Kontrollen entdeckten die Beamten 331 Verstöße: 200 Messer, 100 Pfeffersprays und 25 Schlagstöcke. Zu Silvester kamen noch mal 27 Verstöße dazu, darunter auch drei Schreckschusswaffen. Das zeigt das Ausmaß des Problems: Viele Menschen tragen Waffen mit sich, ohne zu wissen, dass das verboten ist oder ignorieren die Verbote. Verboten sind Waffen an Bahnhöfen auch unabhängig von den Allgemeinverfügungen der Bundespolizei. Explizit eingerichtete Waffenverbotszonen erleichtern aber die Kontrollen, heißt es. Insgesamt stellte die Bundespolizei in NRW im letzten Jahr rund 800 gefährliche Gegenstände an 88 Bahnhöfen sicher. Die Kontrollen sollen auch künftig stattfinden, um Reisende zu schützen, sagt die Bundespolizei.