Angeblicher Rassismus-Vorfall bei Polizei Essen/Mülheim

Die Polizei Essen / Mülheim wehrt sich gegen Rassimus-Vorwürfe, die gerade im Internet vebreitet werden. Am vergangenen Mittwoch hatte es auf der Polizeiwache Mitte einen Vorfall gegeben. Was genau passiert ist, schildern Polizei und angebliche Opfer aber komplett unterschiedlich.

© Screenshot Twitter

Eine in Mülheim wohnhafte Nigerianerin wollte den Diebstahl ihrer Geldbörse anzeigen. Daraufhin soll - so der Vorwurf - die Polizei sie ausgelacht und sie und ihre Tochter geschlagen haben. Im Anschluss soll es zu weiteren Übergriffen gekommen sein und rassistische Beleidigungen gegeben haben. Laut Polizei hätten sich ganz im Gegenteil die Frauen aggressiv und beleidigend verhalten. Sie seien aus dem Gebäude verwiesen worden.

Handgreifliches Nachspiel

Später seien männliche Bekannte aufgetaucht. Sie seien ebenfalls sehr aggressiv gewesen, und hätten mit den Fäusten gegen die Scheibe der Polizeiwache geschlagen. Im Anschluss "folgte eine Widerstandshandlung, die von einem Polizeibeamten mit einem Mehrzweckstock gebrochen wurde". Die Polizei weist jegliche Vorwürfe rassistischer Gewalt zurück und weist auch daraufhin, dass es weder eine offizielle Beschwerde, noch eine Anzeige gegen die Beamten gebe. Aus Gründen der Neutralität würden die Vorwürfe durch eine andere Ermittlungsbehörde geprüft.

Hintergrund

Einer der angeblich Geschädigten hat die Geschichte in seiner Instagram-Story verbreitet. Diese wurde mehrfach geteilt. Sie erreichte die Polizei auf diesem Weg allerdings nicht, da die Essener Polizei keinen Instagram-Account pflegt und die Markierung so ins Leere lief. Ein Screenshot der Story verbreitete sich anschließend aber über Twitter und wurde dort von zahlreichen reichweitenstarken Seiten geteilt und die Polizei zur Aufklärung der Geschichte aufgefordert.

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